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Westend



Der Stadtteil "Inneres Westend" in Wiesbaden ist insbesondere als innerstädtisches Altbau-Wohngebiet mit zum Teil mangelhafter Bausubstanz bei heterogenen Nutzungs- und Bevölkerungsstrukturen zu charakterisieren. Der Anteil von lang ansässiger Stammbevölkerung ist gering, und die Durchwanderungsmobilität hoch.

Das Gebiet ist gekennzeichnet durch starke Mängel der Bausubstanz und hohen baulichen Erneuerungsbedarf, Grün- und Freiflächendefizite und Mängel im äußeren Erscheinungsbild, hohe Arbeitslosigkeit, hohen Ausländeranteil, hohen Anteil einkommensschwacher Haushalte und vielfältige soziale Probleme. Innerhalb des Stadtteils gibt es dabei deutliche Abstufungen, wobei für fast alle Strukturmerkmale ein deutliches Gefälle vom Inneren zum Äußeren Westend festzustellen ist. Die Problemstrukturen und ihre Darstellung in Medien und öffentlichen Diskussionen tragen (im Zusammenwirken mit Vorurteilen und Informationsdefiziten) zunehmend zu einem negativen Fremd-Image und zur Stigmatisierung des Stadtbezirks und seiner BewohnerInnen bei.

Stärker als andere Innenstadtrandgebiete weist der Stadtteil damit im Hinblick auf den Bestand und die Qualität der Wohnungen und des Wohnumfeldes, die Gewerbestruktur und das Arbeitsplatzangebot sowie die Sozialstruktur Merkmale zunehmender Instabilität auf. Dem hohen städtebaulichen Erneuerungsbedarf konnte mit bisher eingesetzten Instrumenten nur geringfügig begegnet werden. Sozialräumliche Polarisierungen (als Ausdruck zunehmender sozialer und räumlicher Ungleichheit), zunehmende soziale Desintegration der Bewohnerinnen und Bewohner, Individualisierungsprozesse, abnehmende soziale und lokale Bindungen, Arbeitslosigkeit und permanent fortschreitender Bevölkerungsaustausch sind Ausdruck und zugleich Folgen struktureller Wandlungsprozesse und verweisen auf einen wachsenden Problemdruck sowie planerischen und politischen Handlungs- und Entscheidungsbedarf.

Die sozialen und kommunikativen Strukturen sind insbesondere geprägt durch soziale, ökonomische und kulturelle Erscheinungen jahrzehntelanger Einwanderung, das heißt Migrantinnen und Migranten bilden eine neue Stammbevölkerung nicht-deutscher Herkunft, insbesondere aus Haushalten, die wegen der günstigen Wohn- und Geschäftsmöglichkeiten dort sesshaft geworden sind.


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